Die Frau des Nobelpreisträgers

Land/Jahr Schweden/USA 2017
Regie Björn Runge
Darsteller Glenn Close, Jonathan Pryce, Max Irons u.a
Länge 110 Minuten
Altersfreigabe Sehenswert ab 14

Der langersehnte Literaturnobelpreis und die folgende Reise nach Stockholm wird für ein eingespieltes Schriftstellerpaar plötzlich zur Zerreißprobe, als es sich unter öffentlichem Druck mit einer großen Lebenslüge konfrontiert sieht. Großes Schauspielerkino, das mit geschliffenen Dialogen unterhält und über die Stellung von Frauen im Kunstbetrieb reflektiert. 

Ein  us-amerikanischer Schriftsteller und seine Ehefrau reisen Anfang der 1990er-Jahre nach Stockholm, wo der Mann mit dem Literaturnobelpreis geehrt werden soll. Begleitet werden sie von ihrem Sohn, der ebenfalls Schriftsteller ist und unter seinem Vater leidet; doch auch unter den Eheleuten kriselt es seit längerem. Das bittersüße Drama über die Abgründe eines Künstlerpaars skizziert so packend wie präzise die Dynamik einer kreativen Verbindung, wobei der Film nicht nur die gesellschaftlichen Bedingungen Mitte des 20. Jahrhunderts, sondern auch die individuellen Charaktere als zentrale Faktoren ausmacht. 

Film des Monats (CH) – Februar 2019